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Neuses am Main


Neuses am MainNeuses am Main tritt mit einer Urkunde vom 20. Dezember 1299 in das Licht der Geschichte. Darin beurkundet Abt Hartmann und der Konvent des Klosters Langheim dem Magister Walther, Rektor der Kirche zu Ostheim in der Diözese Mainz, dass dieser dem Kloster Langheim 100 Pfund Heller anwies, mit welchen sie das Dorf (villa) Nuweseze samt alldem was dazugehört, von Albert, dem Sohn des verstorbenen Kunimund von Giech, erworben haben (L.11824).

Am folgenden Tag, also am 21. Dezember 1299, verkaufte dann dieser Albert von Giech, Ritter und bambergischer Dienstmann, mit Zustimmung seiner ehelichen Wirtin Elisabeth und seines Bruders Kunimund, Kanoniker der Bamberger Domkirche, alle seine Güter in Nuweseze, Obristfeld und Dabermannsdorf (heute Kaider) um 126 Pfund Bamberger Denare an das Kloster Langheim. 1299 erwarb also das Kloster Langheim bedeutenden Besitz in Neuses am Main.

Eine ältere Urkunde gibt Zeugnis über den Namen des Ortes selbst. Die früheren Ortsnamen mit -seß tauchen bereits im 11. Jahrhundert auf und bedeuten stets Gründungen von adeligen Herren. Für Neuses am Main wird es nicht anders gewesen sein. Einige Fragen bleiben jedoch offen: Wo war der Ansitz oder die Burg des adeligen Herrn? Zu welchem Geschlecht gehörte der Ortsgründer von Neuses am Main?

Es begegnet uns im nahen Obristfeld im Jahre 1096 ein Gundeloh von Oberstenfeld als Zeuge einer Urkunde des Domstifts zu Bamberg über Burgkunstadt. Da bei den Herren von Kunstadt der Vorname Gundeloh ebenfalls vorkommt, hat die Geschichtsforschung den Gundeloh von Obristfeld als Verwandten der von Kunstadt angesehen. Gundeloh muss, da er sich nach Obristfeld nennt, seinen Sitz im Dorf Obristfeld oder in der Nähe gehabt haben.

Bei der Durchsicht der Flurnamen der früheren Gemeinde ergibt sich der Beweis für die Annahme eines burglichen Ansitzes auf der Höhe zwischen Obristfeld und Neuses am Main. So finden sich die Bezeichnungen "Bergacker", "Bergfeld", "Steinerne Gasse", "Herbergsacker", "Burgäckerlein" und "Herrenhäuslein auf dem Neusiger Berg". Alle genannten Flurnamen liegen eng beieinander. Aufgelesene Scherben auf dem "Burgäckerlein" lassen mit Sicherheit den Schluss auf die Existenz einer ehemaligen Burg zu.

Nach alledem wird man Neuses als eine Tochtersiedlung von Obristfeld, zur Burg des Gundeloh von Obristfeld gehörig, verstehen.

Eine Urkunde aus dem Jahre 1716 bringt den Nachweis, dass die Gemeinde "Neuses" durch "Unseres Gnädigsten Kurfürsten und Herren zu Mainz" die Genehmigung zum Bau einer gemeindlichen Schmiede erhalten hat. Diese alte Schmiede, an deren Stirnseite später die Dorfglocke angebracht wurde, ist heute noch Wahrzeichen des Ortes.
Im Ort gab es bis Anfang 19. Jahrhundert nur Bauern, die Ackerbau und Viehzucht betrieben.

An den Südhängen wurden kleine Weinberge unterhalten, die aber wegen Unrentabilität wieder aufgegeben wurden. Die Flurbereinigung in den Jahren 1959 bis 1970 gilt in ihrer Ausführung als mustergültig in ganz Bayern. Sie und die staatlich geförderte Dorferneuerung trugen wesentlich zur Auflockerung und Verschönerung des gesamten Ortes bei.

Im Jahre 1972 wurde Neuses am Main der Stadt Burgkunstadt als Ortsteil angegliedert. Bis zu diesem Zeitpunkt bildete Neuses am Main zusammen mit Obristfeld eine eigene Gemeinde.


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