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Ein Jahrtausend bewegte Geschichte


Wenngleich spärliche frühgeschichtliche Funde auf eine sehr lange Vergangenheit als Siedlungsstadt hindeuten, niemand vermag genau zu sagen, wo die Anfänge wohl liegen, wann Burgkunstadt entstand. Der eigentliche Ursprung des Ortes verliert sich im Dunkel der vorkarolingischen Jahrhunderte.

Erst ein Synodalprotokoll des damals noch jungen Bistums Bamberg aus dem Jahre 1059, worin ein Aepelin von Counstat als Fürsprecher in einer Rechtssache benannt ist, rückt Burgkunstadt aus der Anonymität in das Licht der Geschichte. Das also ist der urkundlich gesicherte, historische Geburtstag des Ortes, der wenig später als "Urbs" oder Castrum'(Burg) Chunstat weitere Erwähnung findet, und sich wahrscheinlich um eine ottonische Landesburg gebildet hat.

Als "Stadt" ausdrücklich zwar erst 1323 so bezeichnet, lässt sich aus einigen Dokumenten indessen schließen, dass Burgkunstadt, dem Bischof gehörig, schon um 1250 mit den Markt- und Stadtrechten ausgestattet gewesen sein dürfte, wie denn auch in der Folge eigenes Siegel und Getreidemaß, Mulz- und Brauprivilegien sowie urkundlich überlieferte Bürgerrechte und Pflichten eindrucksvoll Zeugnis geben, dass ein lebendiges Gemeinwesen sich zu formen, zu verwalten und erfolgreich zu behaupten wusste.

Wie Ausgrabungen des Bayer. Landesamtes für Denkmalpflege des Jahres 1975 auf der alten Vogtei zu Burgkunstadt ergeben haben, wurde dort um 830 eine mächtige und weitläufige Burganlage erbaut.

Ihre Errichtung unter Ludwig dem Deutschen scheint in engstem Zusammenhang mit der Bildung der Sorbischen Mark und der Nordgaumark sowie der Bedrohung Oberfrankens durch das Großmährische Reich zu stehen. Urkundlich wird die spätkarolingische Wehranlage Kunstat auf dem Terrassensporn des nördlichen Mainufers zwischen dem Weihers- und Gartenbach erst 1059 mit der Nennung eines Aepelin von Counstat, dem Burggrafen Adelbert, fassbar.

Die Kunstater Burganlage war im 9./10. Jahrhundert ein bedeutendes militärisches und herrschaftliches Zentrum am Obermain. Im 12. Jahrhundert lag die Burg vorübergehend in Händen der Staufer.
1160 löst sie Kaiser Friedrich I. Barbarossa aus dem Reichslehenverband und gibt die Burganlage an den Bischof Hermann II. von Bamberg zurück.

Die Stadtwerdung im mittelalterlichen Rechtssinn beginnt bereits um die Mitte des 13. Jahrhunderts mit der Gründung der Stadtpfarrei durch den Stadtherrn, den Bischof, außerdem mit der Bildung des Amtes Kunstadt zur gleichen Zeit, was die erste Nennung eines Amtsmannes Ludwig 1288,1299 bestätigt.


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Stadt Burgkunstadt
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